Designer machen auch günstigen Zahnersatz
Die Gestaltungswut von Designern ist scheinbar grenzenlos gültig. Gwendolin
Götz, der unter anderem durch das extravagante Design von Grabsteinen, Maulkörben und Wattestäbchen Bekanntheit
erreicht hat, hat sich nun einer neuen Mission angenommen. Das neueste Objekt, auf welches er nun seine Ambitionen
fokussieren möchte, sind Zahnimplantate. Eigens dafür ging er eine Kooperation mit einem Hersteller von
Zahnimplantaten ein, der von der Idee, einen Beitrag zur künstlerisch anspruchsvollen Zahnimplantation leisten zu
können, sehr angetan war.
Schon sind die ersten Entwürfe fertig und harren nur noch ihrer Umsetzung.
Darunter zum Beispiel ein Zahnimplantat mit digitaler Anzeige der Uhrzeit. Diese Anzeige kann mittels Laser an die
Wand geworfen werden. Wenn der Träger dieses Meisterwerks also wissen will, wie viel Uhr es ist, muss er nur einmal
zubeißen, um den Laser zu aktivieren und mit offenem Mund zur Decke blicken. Allerdings gilt es nun noch eine
intelligente Software zu integrieren, damit beim Essen ein unerfreulicher Flash-Effekt ausbleibt. Der “Zahn der
Zeit“ soll Mitte nächsten Jahres veröffentlicht werden. Weniger für den menschlichen Mundraum, aber umso eher für
Wohnzimmer geeignet ist die Idee, die einem weiteren Entwurf zu Grunde liegt. “Haare auf den Zähnen“ soll für
flauschiges, dentales Wohlgefühl sorgen. Das Zahnimplantat als ultimativen Liebesbeweis soll der Entwurf “Zahnlos
in Seattle“ möglich machen. Für religiöse Zeitgenossen soll der Entwurf “Zahn um Zahn“ realisiert
werden.
Von medizinischer Seite betreut Dr. Hartmund Weiß, ein Zahnarzt aus Stockach,
das Projekt. Er soll sicherstellen, dass jene Designerstücke, die im Mundraum zum Einsatz kommen sollen, auch den
medizinischen Ansprüchen gerecht werden. Auch er ist stolz an diesem Projekt mitwirken zu können und überzeugt
davon, dass Zahnimplantate durch dieses ehrgeizige Projekt ein integraler Bestandteil der Popkultur werden könnten.
Besonderen Gefallen findet Hartmund Weiß dabei an einem Entwurf, der in Gestalt eines Zahnimplantats mit Kuhmuster
daherkommt und auf den Namen “Milchzahn“ hört. Ein ebenso interessanter Nebeneffekt der künstlerischen Arbeit ist,
dass auf diesem Wege evtl. Günstiger Zahnersatz erschaffen werden kann, der im Laufe der Zeit möglicherweise sogar
Zahnersatz zum Nulltarif werden könnte.
Mehrere Mitarbeiter in Konstanz machen sich nun schon fleißig daran, erste
Rohlinge zu entwickeln. Noch steckt das künstlerisch und zahnmedizinisch anspruchsvolle Projekt in den
Kinderschuhen und es steht noch jede Menge Arbeit bevor. Doch die Möglichkeiten scheinen grenzenlos, sobald der
rege Geist eines Gwendolin Götz ins Spiel kommt. Täglich fallen ihm neue Ideen für geistreiche Entwürfe ein, zu
deren finaler Umsetzung es aber noch ein Stück des Weges ist. Man darf also gespannt sein, welche zahntechnisch
künstlerischen Großtaten von diesem genialen Geist zu erwarten sind.
Präsentiert werden sollen jene Entwürfe, die schließlich realisiert werden,
im Rahmen einer Uraufführung, an der ebenfalls die Zahntechniker aus Konstanz und Gwendolin Götz Anteil haben. Die
Operette “Die Zahnfee“ spielt unter anderem vor dem Bühnenbild des Zahnschlosses, für das schon jetzt fleißig
Prothesen gefertigt werden müssen. Im Anschluss an diese Operette werden die Werke von Gwendolin Götz im Rahmen
einer Galerie ausgestellt. Gwendolin Götz verspricht sich von dem Projekt den endgültigen kommerziellen Durchbruch,
der ihn auch einem breiteren Publikum bekannt machen soll. Doch es bleibt abzuwarten, wie es am Stichtag laufen
wird, denn dann heißt es Zähne zeigen!
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